Unter dem Titel Dixit Dominus verschrieben sich das Vokalensemble incantanti und das Ensemble Le Phénix im Herbst 2012 ganz der Musik von Georg Friederich Händel. Wer Händel hört, denkt an Messias, Feuerwerksmusik oder Krönungsmessen für die britischen Monarchen. Zu seinen Schätzen zählt ganz sicher auch die Psalmvertonung Dixit Dominus. Dieses Werk stellten die beiden Bündner Ensembles ins Zentrum ihres Schaffens und gingen dann auf eine Konzerttournee, die sie von Thusis nach Chur und über die Kantonsgrenze hinaus nach Dürnten führte. Neben dem Werk Dixit Dominus führte incantanti Händels Coronation Anthem „Let Thy Hand Be Strengthened“ auf. Das Ensemble Le Phénix unter der Leitung des Cellisten Mathias Kleiböhmer ist bereits bekannt in der Szene der Barockliebhaber und auch incantanti unter der Leitung von Christian Klucker fühlt sich musikalisch äusserst wohl in dieser Epoche. Umrahmt wurden die beiden Chorwerke von zwei Werken Händels für Orchester – ein Ohrenschmaus und ein absolutes Muss für jeden Liebhaber barocker Musik!

Stimm- und Chorbildung – ein wichtiges Element
Dem Vokalensemble ist es ein grosses Anliegen, die jungen Sängerinnen und Sänger in ihrer musikalischen Ausbildung einen Schritt weiterzubringen. Schon des Öfteren konnte incantanti dabei mit Livia Cuypers und Florian Heyerick zusammenarbeiten, zwei ausgewiesenen Experten im Bereich der Stimm- und Chorbildung. Dabei stehen sowohl die individuelle Förderung jedes Einzelnen, als auch die Schulung von Klang und Gestaltungsmöglichkeit im Ensemble im Zentrum.
Um Stimm- und Chorbildung einmal anders zu erleben, hatte sich das Vokalensemble dazu entschieden, auf die Zusammenarbeit mit professionellen Sängerinnen und Sängern zu setzen. Diese waren sowohl solistisch als auch im Gesamtchor zu hören. Für die jungen Mitglieder von incantanti war es eine einzigartige Gelegenheit, mit ausgezeichneten Musikern in Kontakt zu treten und von ihren musikalischen, probetechnischen und menschlichen Fähigkeiten zu profitieren. Das Konzept war ein voller Erfolg!

orchester le phénix
Das Ensemble Le Phénix wurde 2008 von den beiden Cellisten Christine Meyer und Mathias Kleiböhmer gegründet. Die jungen, inspirierten Musiker des Orchesters kommen zu mehreren Projekten im Jahr zusammen, um sich begeistert und aktiv höchst anspruchsvollen Programmen zu widmen. Alle Musiker haben sowohl modernes als auch barockes Instrumentalspiel studiert. Der Name des Orchesters entstammt einem Cellokonzert von Michel Corrette, in der Tradition des feinen, französischen Barock komponiert, mit dem Titel „le Phénix“. Die ägyptische und griechische Mythologien überliefern verschiedene Sagen von „Benu“ oder „Phönix“, der – je nach Quelle – täglich oder alle 500 Jahre wieder aufersteht und das Gute und Schöne bewirkt. Die Interpretationen dieses jungen Klangkörpers Ensemble Le Phénix sind bestrebt um ein transparentes, ehrliches Klangideal, wie es nur selten hörbar ist.

Die 2009 erschienene Ersteinspielung der Cellokonzerte Jean Louis Duports (Solist Peter Hörr) erhielt im Oktober 2010 den renommierten Echo Klassik Preis für die beste Konzerteinspielung des Jahres. Anerkennung zollte auch der „Preis für professionelles Kulturschaffen des Kantons Graubünden“. Das Ensemble Le Phénix begeisterte das Publikum an den Festivals „Westfalen Classics“, „Arosa Musikfestival“ und „flimserstein.ch“, es folgten Einladungen in die Zürcher Tonhalle und an die Schlosskonzerte Rapperswil. Das Ensemble Le Phénix trat mit Solisten wie John Holloway, Simone Zgraggen, Peter Hörr, Petr Skalka, Maurice Steger oder Pierre Favre auf. 2011 erschien die zweite CD des Orchesters („Abdelazer“) mit Suiten von Henry Purcell und mit Linard Bardill als Sprecher. In naher Zukunft stehen weitere wichtige Konzerte in der Schweiz und im Ausland auf dem Spielplan.

weitere Informationen: www.lephenix.ch